„Im Sommer fälle ich Bäume, in der kalten Jahreszeit mache ich Winterdienst“, so Wolfgang Aumüller, der im oberbayerischen Riemerling einen Hausmeisterservice führt. Bei letzterer Tätigkeit hatte der Oberbayer in diesem Winter den FKP 1720 an seinem Multicar M31C im Einsatz. „Ich war damit bis zu acht Stunden durchgehend unterwegs, und das auf verschiedenen Untergründen.“ Für den Einsatz bringt der Keilpflug Räumbreiten von 1,7 bis 2,0 Metern mit. Der Schwenkwinkel liegt beidseitig bei 35 Grad nach vorn und nach hinten. Gute Eigenschaften, um im urbanen Umfeld zu räumen. „Wider Erwarten hat das auch super hingehauen“, erklärt Aumüller. Seine früheren Erfahrungen mit der Marke Fiedler waren durchwachsen – umso größer ist jetzt seine Begeisterung. Neben dem Einstellwinkel lobt Aumüller auch die Laufruhe des Keilpflugs. Diese wird durch speziell gelagerte Federklappen gewährleistet. So wurden die kinematischen Punkte der Klappleisten verbessert. Ebenfalls können sie jetzt in der Kraft und Neigung eingestellt werden. „Das funktioniert wirklich gut“, so Aumüller. „Im Betrieb läuft der Pflug sehr ruhig und hüpft nicht. Das ist wirklich angenehmes Arbeiten.“
Diese positive Einschätzung wird auch von den Zweittestern auf dem Bauhof im sächsischen Dippoldiswalde geteilt. „Wir hatten diesen Winter wirklich alles: Wintergewitter, Matsch, Neuschnee, Frost“, erinnert sich Fahrer André Stieghorst. Unter solchen Bedingungen war er u.a. 130 km in elf Stunden beim Winterdienst mit dem FKP 1720 unterwegs und konnte sich ein fundiertes Bild machen. „Es war eine schöne Zusammenarbeit mit dem Pflug“, erinnert er sich. Zunächst war etwas Eingewöhnungszeit nötig, da der Bauhof bisher noch keinen Keilpflug eingesetzt hatte. Nach der ersten Anwendung zeigte er sich jedoch positiv überrascht von der Funktionalität und Bedienung. „Gerade in engen Räumen bin ich damit effizienter, als mit einem Räumschild, das nicht klappbar ist.“
Besonders gelobt wurde die Laufruhe des FKP 1720. (Foto: Bauhof Dippoldiswalde)
Der Schwenkwinkel des Keilpflugs liegt beidseitig bei 35 Grad nach vorn und nach hinten. (Foto: Bauhof Dippoldiswalde)
Dank flexibler Räumbreite kommt das FKP 1720 überall hin. (Foto: Bauhof Dippoldiswalde)
Gute Verarbeitung
Sein Kollege Gregor Lohse ergänzt: „Das Schild an sich ist auch sehr gut verarbeitet und aus starkem Material.“ Für die vielen Schmiernippel an den beweglichen Teilen des Schilds findet der Fachmann ebenfalls lobende Worte: „Je mehr man abschmieren kann, desto weniger kann festhängen oder anrosten, von daher ist das gut für den Alltagseinsatz geeignet.“
Doch zurück zu Wolfgang Aumüller nach Riemerling: Verbesserungspotenzial sieht er lediglich bei einigen Details des Keilpflugs. So sei es ihm passiert, dass sich die Stützräder bei der Fahrt über Kopfsteinpflaster verstellt hätten, sodass der Abstand zum Boden nicht mehr gestimmt habe. Hier sollten die Entwickler noch nachbessern, so Aumüller. Auch der Beschädigungs-Schutz wird von ihm kritisiert. Zwar ist der FKP 1720 mit einem serienmäßigen Randsteinabweiser ausgestattet, der Gerät und Umgebung schützt, laut Aumüller wäre aber ein Überlastventil hilfreicher. „So wie es gerade ist, rüttelt es am ganzen Auto und man riskiert Schäden am Pflug und Fahrzeug, wenn man während der Fahrt versehentlich ein Hindernis erfasst.“ Fairerweise muss noch erwähnt werden, dass die FKP-Schilder je nach Geräteträger optional mit entsprechenden Ventilen ausgestattet werden können. Dabei kommt es auf Flexibilität an, denn gerade beim Multicar gibt es zahlreiche Maschinenversionen, bei denen Überlastventile zur Grundausstattung gehören. Für den vorliegenden Test wurde ein Keilpflug in Standardkonfiguration bereitgestellt. Dennoch fällt Aumüllers Einschätzung zur Effizienz des FKP 1720 durchweg positiv aus: „Flächen, die ich normalerweise fünfmal räumen musste, bis sie schneefrei waren, habe ich während des Tests nur dreimal angefahren.“
Maße Räumbreite
Fazit:
Mit dem FKP 1720 bietet Fiedler ein durchdachtes Anbaugerät für den Winterdienst. Durch die flexiblen Abmessungen eignet sich der Keilpflug für vielfältige Räumsituationen in städtischen Bereichen. Besonders gelobt werden die Laufruhe durch die speziell gelagerten Federklappen sowie die Effizienz. Die Verarbeitung hinterlässt ebenfalls einen positiven Eindruck. Damit ist der Pflug auch für anspruchsvolle Wintereinsätze geeignet.
In V-Stellung liegt die Breite des Keilpflugs bei 1.720 mm. (Foto: Aumüller)
Im Winterdienst kommt es auf gute Technik an. (Foto: Bauhof Dippoldiswalde)
Das FKP 1720 wurde für den Test in langen Arbeitsschichten eingesetzt. (Foto: Bauhof Dippoldiswalde)
Um die Eignung zu testen, wurde das Schild im sächsischen Dippoldiswalde eingesetzt. (Foto: Bauhof Dippoldiswalde)
Im vergangenen Winter gab es exzellente Bedingungen, um den Keilpflug zu testen. (Foto: Bauhof Dippoldiswalde)
In der seitlichen Stellung liegt die Breite bei 1.725 mm. (Foto: Aumüller)