Mit einer Plattenbreite von 420 mm und einem Gewicht von 98 kg passt die Husqvarna-Rüttelplatte für Dennis Zimmermann gut zu den Anforderungen im Bauhof. Neben ihm nutzten auch mehrere Mitarbeiter die „LF 75 Pace“ während des Testzeitraums. Nach einer kurzen Einweisung konnten sie direkt mit der Arbeit beginnen: „Die Maschine ist selbsterklärend. Es gibt zwei Knöpfe, die zum An- und Ausschalten benötigt werden. Diese sind sogar mit einer bildhaften Darstellung gekennzeichnet, dass klar ist, wofür sie genutzt werden müssen“, sagt er. Auch die Einweisung vor Ort verlief nach seinen Angaben reibungslos. Ergänzend zur Bedienung und Anwendung erhielten die Mitarbeiter dabei auch einen kurzen Einblick in die Geschichte des Herstellers. Im Zuge der Einweisung wurden zudem zwei weitere Geräte für die geplanten Arbeiten angeliefert: das Wasserberieselungsgerät WT 15i und der Trennschleifer K1 Pace. Mehrere Akkus inklusive Ladekabel wurden in separaten Holzkisten geschützt angeliefert. „Das machte optisch schon einen sehr professionellen Eindruck“, so der Bauhofleiter.
Die Husqvarna Rüttelplatte LF75 eignet sich laut Hersteller besonders für den Einsatz auf Erde und Asphalt. Bauhofleiter Dennis Zimmermann hat sie auch auf anderen Untergründen getestet mit positivem Ergebnis.
Mit nur 98 kg und einer Plattenbreite von 420 mm sowie einem integrierten Wassertank zur Befeuchtung der Untergründe eignet sich die Rüttelplatte laut Tester Dennis Zimmermann perfekt für die Aufgaben seines Bauhofs.
In Holzkisten sicher verpackt, erreichten die Akkus des Husqvarna Pace-Batteriesystems den Bauhof unbeschadet.
Handhabung: Einfach bedient und schnell einsatzbereit
Bei der täglichen Arbeit überzeugte die „LF 75 Pace“ laut Meinung des Testers vor allem durch ihre unkomplizierte Bedienung und die Sicherheitsfunktionen. „Die Handhabung ist, wie bereits erwähnt, einfach und praktisch. Auch das Akkueinsetzen bzw. deren Wechsel sind schnell erledigt. Der Akku wird seitlich verbaut, wodurch er vor Beschädigungen geschützt ist. Im Anschluss kann der Ladestand beim Drücken des Startknopfs eingesehen werden. Doch wirklich losfahren tut die Maschine erst, wenn der zweite Knopf rechts daneben betätigt wird. Dadurch wird der Anwender geschützt.“ Damit ist sichergestellt, dass sich die Platte nicht unbeabsichtigt in Bewegung setzt. Vor dem Arbeitseinsatz muss lediglich der für den Transport eingeklappte Führhebel mit Anti-Vibrationsgriff ausgeklappt werden. Ein kleiner Hebel arretiert ihn, sodass er während der Verdichtungsarbeiten sicher in Position bleibt.
Auf den Baustellen lief die Rüttelplatte mehrfach rund 30 Minuten am Stück. „Es hat richtig Spaß gemacht, die Maschine zu nutzen. Sie ist leicht zu bedienen und läuft gut über verschiedene Untergründe – nicht nur Erde und Asphalt, wie wir feststellen durften.“ Auch beim Wechsel zwischen den Einsatzorten zeigte sich die „LF 75 Pace“ im Praxistest unkompliziert. Für den Transport auf längeren Strecken wurde überwiegend ein Radlader verwendet, auf- und abgeladen wurde das Gerät mit einem kleinen Kran. „Wenn man sich auf Baustellen bewegt, findet sich immer irgendwo eine Möglichkeit, die Platte abzuladen, das stellt für uns keine Hürde dar.“ In einigen Fällen trugen sogar zwei Mitarbeiter die 98 kg schwere Platte von Hand. „Das ging sehr gut und man konnte sie an den passenden Stellen sogar im ausgeschalteten Zustand stückweise über den Asphalt ziehen, da sie wunderbar gleitet.“ Dafür ist die Platte mit Rädern ausgestattet, die es vereinfachen, sie auf der Baustelle an die jeweilige Einsatzstelle zu fahren.
Zwischen Pflasterarbeiten und Schlaglochreparatur
m dreiwöchigen Praxistest musste die „LF 75 Pace“ gleich bei mehreren Aufgaben ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen, u.a. bei Pflasterarbeiten für die Zufahrt eines Ersatzparkplatzes für ein Freibad. Dort wurde zunächst ein Mineralgemisch abgezogen und anschließend bewässert. Danach verdichteten die Mitarbeiter die Fläche mit der „LF 75 Pace“, verteilten anschließend Fräsgut und verdichteten dieses ebenfalls für einen gut befahrbaren Untergrund. Weitere Anwendungen folgten bei der Beseitigung von Schlaglöchern und bei Flickarbeiten auf Straßen und Wegen. „In den letzten Wochen mussten wir einige Schlaglöcher auf unbefestigten Wegen instand setzen. Hier wurden die Löcher erst mit Wasser benetzt, im Anschluss Mineralgemisch mittels der Rüttelplatte eingearbeitet und somit die Löcher verschlossen. Hierbei verarbeiteten wir insgesamt ca. 1,5 Tonnen Material. An anderer Stelle haben wir auch Kaltmischgut für mehrere Schlaglöcher verwendet. Auch hier erzielte sie ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis.“
Leise und vibrationsarm im Arbeitsalltag
Die Belastung durch Lärm spielte bei den Einsätzen – selbst bei längeren – für Zimmermann eine untergeordnete Rolle. „Ich persönlich empfand die Arbeit mit der Maschine als sehr angenehm und konnte teilweise sogar ohne Hörschutz arbeiten – egal mit welchem Material ich gerade gearbeitet habe. Lediglich auf Asphalt war sie etwas lauter. Kaltgemisch und andere lose Gemische waren hingegen geräuscharm zu verarbeiten. Insgesamt ist mir aufgefallen, dass das Gerät bedeutend leiser als vergleichbare kraftstoffbetriebene Rüttelplatten arbeitet.“ Auch hinsichtlich der körperlichen Anstrengungen durch Vibrationen fiel das Urteil des Bauhofleiters positiv aus. „Bei oder nach der Arbeit gab es keine negativen Auswirkungen auf Arme, Rücken oder andere Körperteile. Es stellte kein Problem dar, längere Zeit am Stück zu arbeiten. Besonders der durch gummiartiges Material gedämpfte Griff hat Vibrationen deutlich reduziert.“ Ein weiterer praktischer Vorteil des Akkubetriebs: Im Gegensatz zu einer Rüttelplatte mit Verbrennungsmotor entstehen während des Betriebs keine Abgase direkt am Arbeitsplatz.
Technische Daten
Akku für den Bauhofalltag
Bei vielen Aufgaben des Bauhofs lag die Einsatzdauer zwischen 30 und 40 Minuten. Nach Angaben des Bauhofleiters reichte die Akkukapazität für die Tätigkeiten problemlos aus: „Für uns als Bauhof war die Akkulaufzeit absolut ausreichend. Bei Reparaturen ist die „LF 75 Pace“ einfach perfekt. Eine halbe Stunde konnte sie gut durchlaufen. Dennoch hatten wir immer den zweiten Akku zur Vorsicht mit dabei und tauschten diesen zwischendurch aus – ohne nennenswerte Zeitverzögerung. Für die Aufgabenfelder unserer täglichen Arbeit ist die Rüttelplatte bestens geeignet.“ Seitlich eingesetzt, sitzt der Akku geschützt im Gehäuse und ist damit vor äußeren Einflüssen und Beschädigungen abgeschirmt. Um den Akku wechsel zu können, ist zudem eine Sicherheitsfunktion integriert: Er lässt sich nur entnehmen, wenn die Maschine vollständig ausgeschaltet ist. Positiv fiel Zimmermann außerdem das Ladegerät auf. Während des Ladevorgangs kühlt es die Akkus, wodurch eine starke Erwärmung verhindert werden soll.
Wasserbehälter für saubere Verdichtung
Für die Verdichtung von wassergebundenen Materialien ist die „LF 75 Pace“ zudem mit einem Wasserbehälter ausgestattet. Laut Zimmermann sitzt der Behälter sicher am Gerät und lässt sich unkompliziert bedienen. „Der Wassertank wird in den Holm eingeklickt und lockert sich nicht während der Arbeit. Vor allem das Ventil ist positiv aufgefallen, da es sich durch die Vibration der Rüttelplatte nicht gelöst hat, wie ich es schon bei anderen Platten erlebt habe“, ergänzt er.
Fazit
Gerade für Bauhöfe, kleinere GaLaBau-Betriebe und kommunale Anwender mit regelmäßig anfallenden Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten ist das Gerät laut Zimmermann bestens geeignet. „Die Größe und das Gewicht sind perfekt abgewogen. Ich habe das Gefühl, dass Husqvarna wirklich die Bedürfnisse der Anwender verstanden und die LF 75 Pace diesen entsprechend entwickelt hat“, sagt er. Als weiteren Pluspunkt nennt der Bauhofleiter das Husqvarna-Pace-Batteriesystem, mit dem sich verschiedene Produkte mit demselben Akku betreiben lassen: „Multifunktionale Akkusysteme sind die Zukunft. Einfach Akkus aufladen, mitnehmen und in die Geräte integrieren, die gerade benötigt werden. Zudem ist Strom – vor allem aktuell – günstiger als Kraftstoff.“ Dabei stellt gerade die Kombination aus Akkubetrieb und eigener Stromerzeugung über Photovoltaik einen wirtschaftlichen Vorteil für ihn dar: „Produziert ein Anwender seinen Strom auch noch selbst über Photovoltaik, spart er zusätzlich.“ Außerdem sei die geringe Geräuschentwicklung ein weiterer positiver Aspekt. Nach seiner Erfahrung können dadurch Arbeiten zu früheren Tageszeiten durchgeführt werden, ohne Anwohner unnötig zu stören.
Über den Tester
Seit November 2018 leitet Dennis Zimmermann den Bauhof der Stadt Waldheim. Gemeinsam mit elf Mitarbeitern und einer Sekretärin übernimmt das Team vielfältige Aufgaben. Dazu zählen die Straßen-, Grün- und Gewässerpflege, der Winterdienst, die Betreuung der 13 Spielplätze sowie die Pflege von Wander-, Kriegs- und Ehrengräbern. Auch bei Hochwasser, Sturm und Starkregen ist der Bauhof im Einsatz. Hinzu kommen die Unterstützung von Vereinen und der Stadt bei Veranstaltungen sowie zahlreiche Aufgaben für Rathaus, Schulen und Kitas. Insgesamt stehen dem Bauhof für die Erfüllung aller Aufgaben 16 Fahrzeuge zur Verfügung. Darunter sind zwei Unimogs, ein LKW, ein Kleintraktor sowie diverse Pickups, Multicars, ein Radlader und ein Geräteträger.
Sobald der Akku in die Maschine eingesetzt ist, kann man bei Betätigung des Startknopfs den Ladestand überprüfen.
Nicht nur bei Erde und Asphalt, sondern auch bei Rüttelarbeiten mit Mineralgemischen und losen Untergründen überzeugte das Gerät den Bauhofleiter und seine Mitarbeiter.
Auch Flickarbeiten und die Reparatur von Schlaglöchern übernahm der Bauhofleiter mit der Rüttelplatte. Dabei hielt der Akku auch Einsatzdauern von über 30 Minuten stand.